Bilanz Kantons- und Regierungsratswahlen 2011

Am Wahltag, den 3. April, wurden die Regierungsräte der SVP, Markus Kägi und Ernst Stocker, in ihrem Amt bestätigt. Die SVP Kanton Zürich (29.64%) und die SVP Bezirk Bülach (36.32%) konnten den Wähleranteil bei den Kantonsratswahlen auf hohem Niveau halten. In diesem Rahmen liegt auch der Wähleranteil der SVP in Hüntwangen (35.2%). Insofern also Grund zur Zufriedenheit. Verglichen mit dem Jahr 2007 ist das Ergebnis allerdings nicht erfreulich (damals 49.7%, also – 14.5%). Der Verlust an Wähleranteil lässt sich weder in Wil noch in Wasterkingen (SVP legt leicht zu) beobachten, er betrifft auch nicht einzelne Kandidaten, die gestrichen wurden, sondern effektiv weniger SVP-Listen, die in der Urne eingingen. Die Stimmenanteile, welche der SVP (und anderen Parteien) verlustig gingen, gewannen die neue BDP (auf Anhieb 9.3%) und die GLP (+8.75 auf neu 12.3%). Dieses Wahlergebnis (BDP gewinnt auf Kosten der SVP) lässt sich in einigen kleinen Weinland-Gemeinden auch beobachten.

Erstaunlich, denn: Erstens stellt die BDP im Rafzerfeld keine Kandidaten. Zweitens ist die Richtung ihrer Politik unklar. Sie ist nicht, was viele meinen, “wie die SVP, nur ein bisschen zahmer“, sondern klar anders positioniert in Sachfragen. In Umfragen vor den Wahlen (smartvote.ch) zeigen sich die BDP-Vertreter mit uneinheitlichen Haltungen insgesamt etwas links von der CVP. Die BDP ist jetzt im Kantonsrat und man darf gespannt sein, ob sie sich bewähren wird.

Positiv ist, dass mit Erich Bollinger und Matthias Hauser zwei (statt wie bisher nur ein) Vertreter des Rafzerfeldes im Zürcher Kantonsrat Einsitz haben.